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Der Landschaftspark „Góry Opawskie” (dt. „Oppagebirge”) wurde im Jahr 1988 gegründet, um den östlichst gelegenen Teil der Sudeten zu schützen, der durch sein Naturreichtum und seine Landschaftsvielfalt besticht. Er umfasst derzeit ein Gebiet von 4.903 ha. Seine äußere Schutzzone ist 5.033 ha groß. Der Parkname stammt vom in dessen Grenzen gelegenen Gebirge ab. Der Gebirgsname ist wiederum an den Fluss Opava (dt. Oppa) angelehnt, der an der auf tschechischer Seite gelegenen Anhöhe Praděd (dt. Altvater) entspringt.

Administrative und geographische Lage

Das Oppagebirge (auch Zuckmanteler Bergland) ist im Südwestteil der Woiwodschaft Oppeln, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik, gelegen. Es handelt sich hierbei um den östlichst gelegenen Teil der polnischen Sudeten. Dieser grenzt von Norden und Osten an das Leobschützer Lößhügelland und von Westen an das Friedeberger Bergland an. Dessen Südgrenze markiert der tschechische Teil des Oppagebirges Zlatohorska vrchovina und das Hruby Jesenik (dt. Altvatergebirge).

Der Park umfasst die Nordhänge und das Vorland des Oppagebirges. Zusammen mit der äußeren Schutzzone ist es im Gebiet der Kreise Nyski (dt. Neisse) (Gemeinde Głuchołazy (dt. Ziegenhals)) und Prudnicki (dt. Neustadt OS) (Gemeinden Prudnik (dt. Neustadt OS) und Lubrza (dt. Leuber)) gelegen.

Charakteristisch für das Oppagebirge ist das Auftreten isolierter Hügel, die durch Senken und mancherorts durch Fluss-Durchbrüche getrennt werden. In der Funktions- und Flächenstruktur des Parks unterscheidet man drei Zonen:

- Anhöhen: Biskupia Kopa (dt. Bischofskoppe) (889 m ü. d. M.); Srebrna Kopa (dt. Silberkoppe) (785 m ü. d. M.); Zamkowa Góra (dt. Schlossberg) (571 m ü. d. M.); Olszak (dt. Birkberg) (453 m ü. d. M.); Góra Parkowa (dt. Parkberg) mit drei Gipfeln: Przednia Kopa (dt. Vorderkoppe) (495 m ü. d. M.), Średnia Kopa (dt. Mittelkoppe) (543 m ü. d. M.) und Tylna Kopa (dt. Hinterkoppe) (535 m ü. d. M.); Długota (dt. Lange Berg) (457 m ü. d. M.), Kobylica (dt. Kobelberg) (395 m ü. d. M.);

- Senken zwischen den Berghöhen und dem Vorland mit einer Durchschnittshöhe von 300 m ü. d. M., die meistens Dorfgebiete umfassen (z.B. Moszczanka (dt. Langenbrück), Łąka Prudnicka (dt. Gräflich Wiese), Jarnołtówek (dt. Arnoldsdorf), Konradów (dt. Dürr Kunzendorf), Podlesie (dt. Schönwalde));

- Flusstäler, z.B. der Biała Głuchołaska (dt. Ziegenhalser Biele), des Złoty Potok (dt. Goldbach) und des Bystry Potok (dt. Blaubach).

Geologischer Aufbau und Böden

Das Parkgelände weist einen sehr komplexen geologischen Aufbau auf. Auf der Geländeoberfläche treten Gneise, Amphibolite, Quarzit- und Phyllitschiefer, Sandsteine, Grauwacken, Schluffsteine, Tertiär- und Quartärsedimente (in Form von Verwitterungsschutt, postglaziale Sedimente, Sandsteine, Kies und Ton) auf. Im Gebiet des Parks und seiner äußeren Schutzzone befinden sich nachweislich zwei abgebaute Minerallagerstätte: „Dębowiec” (Grauwacken und Sandsteine) und „Dewon” (Phyllitschiefer).

Im Parkgebiet dominieren Braun- und Pseudobleicherde. In den Bachtälern treten Ton-, Torf- und Marschböden auf.

Klima-und Wasserverhältnisse

Das Klima im Parkgebiet ist spezifisch. Pokrzywna (dt. Wildgrund), Jarnołtówek, Dębowiec (dt. Eichhäusel), Podlesie und der Südteil von Głuchołazy zeichnet sich durch ein Gebirgsklima. Generell zeichnet sich das Parkgebiet im Vergleich zur ganzen Woiwodschaft Oppeln durch die größte Zahl an unterschiedlichen inneren Verhältnissen aus. Dies ist durch die Formvielfalt und die Lage an der Grenze des Oppagebirges, des Schlesischen Tieflands und des Sudetenvorlands bedingt. Das Parkklima zeichnet sich durch erhebliche Temperaturschwankungen, hohe Niederschlagsmengen und eine relativ kurze Vegetationszeit aus. Die Winter sind dort streng und lang, die Sommer sind kurz und kühl. Solche Klimabedingungen fördern aktive Erholung und die Entwicklung verschiedener Tourismusformen. Das Mikroklima des Parks wird durch die abwechslungsreiche Geländeform und den hohen Anteil an Waldökosystemen beeinflusst und zeichnet sich durch eine Vielfalt an Bioklimaverhältnissen aus.

Das Parkgebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Oder. Durch den Park verläuft die Hauptwasserscheide der zwei Oder-Zuflüsse: Nysa Kłodzka (dt. Glatzer Neiße) und Osobłoga (dt. Hotzenplotz). Der Westteil des Parks wird über die Glatzer Neiße-Zuflüsse entwässert, u.a. die Ziegenhalser Biele, die ihren Anfang im Nordteil des Altvatermassivs nimmt. Die südöstlichen Gebiete werden über die Hotzenplotz-Zuflüsse: Prudnik, den darin mündenden und durch erhebliche Durchflussfluktuationen gezeichneten Goldbach und kleinere Zuflüsse z.B. den Potok Trzebiniecki (dt. Kunzendorfer Bach) entwässert.

Pflanzenwelt

In der Geschichte der Naturstudien im Parkgebiet wurden 919 Gefäßpflanzenarten festgestellt. Charakteristisch für den Park ist das Auftreten der Bergpflanzenarten: Platanen-Hahnenfuß, Norwegisches Ruhrkraut und Schwarze Heckenkirsche. Über 30 Arten stehen unter Rechtsschutz. Besonders wertvoll sind die dort in einzelnen Standorten auftretende chlorophylllose Pestwurz-Sommerwurz und der Nordische Streifenfarn.
Großen Interesses erfreuen sich die mild duftenden Orchideenarten, u.a. das Langblättrige Waldvöglein, die Zweiblättrige Waldhyazinthe, die Grünliche Waldhyazinthe, das Fuchs’ Knabenkraut, das Gefleckte Knabenkraut, der Elbe-Stendelwurz, die Breitblättrige Stendelwurz, der chlorophylllose Vogel-Nestwurz (mit Wurzeln in Vogelnestform), das Männliche Knabenkraut. Interessant präsentieren sich die Farnarten: Gelappter Schildfarn, Rippenfarn oder Straußenfarn, Letzterer wurde im Parkgebiet im Jahr 1992 wiedereingeführt. Von den sonstigen geschützten Arten sind noch folgende zu nennen: der Türkenbund, das Kleine Tausendgüldenkraut, der Wald-Geißbart, der Grüne Germer, das Große Zweiblatt, die Silberdistel und zwei hochgiftige Arten: die Schwarze Tollkirsche und den Echten Seidelbast.

Zu den kostbarsten Pilzarten des Parkgebiets zählen der Gemeine Strubbelkopfröhrling, der Riesenporling, der Glänzende Lackporling, der Eichen-Leberreischling, der Igelstäubling, die Gemeine Hundsrute und die essbare Spitz-Morchel. Eine Eigentümlichkeit ist der exotische Tintenfischpilz, der einen intensiven und recht unangenehmen Aasgeruch aussondert. Im Oppagebirge trifft man jedoch auch hochgeschätzte Speisepilze, wie Steinpilze, Maronen, Butterpilze oder Raufüße an.

Im Parkgebiet wurden jedoch auch geschützte Habitate, wie: Hochstaudenfluren und nasse Hochstaudenfluren, extensiv genutzte Tiefland- und Bergwiesen, Steinwände, Buchenwälder auf sauren Boden, ein Waldlaubkraut-Eichen-Hainbuchenwald, ein Winterlinden-Hainbuchenwald, Ahorn-Lindenwälder, Eichenwälder auf sauren Boden und Auwälder. Zu den besonders kostbaren Waldökosystemen gehören die in Flusstälern und in Quellgebieten gelegenen Erlenwälder, die Esche-Erlen-Auwälder, die Vorland Eschenwälder, die Bergbuchenwälder auf sauren Boden, die Tieflandbuchenwälder auf fruchtbaren Boden, die Sudeten-Buchenwälder, Ahorn-Lindenwälder, acidophile Eichenwälder und feuchte Eichenwälder, Unterriegel-Fichten-Tannenwälder, Oberriegel-Fichtenwälder und Weide-Auwälder. Zu den wertvollsten Wasserökosystemen gehören die Komplexe des Gewöhnlichen Wasserhahnenfußes. Nicht forstliche Landökosysteme bilden u.a. Felspflanzengesellschaften des Braunstieligen Streifenfarns, der Mauerraute und des Nordischen Streifenfarns; Gestrüpp- und Weidengesellschaften und Hochstaudenfluren.

Tierwelt

Der Hochlandcharakter des Parks bedingt maßgeblich die Faunaeinzigartigkeit und -vielfalt. Der hohe Bewaldungsgrad gewährleistet einen natürlichen Tierbestand.

Im Parkgebiet wurden 46 Säugetierarten verzeichnet. Beachtenswert sind der Lux, der Siebenschläfer, der Mufflon und die Fledermausarten: Bechsteinfledermaus, Wimperfledermaus, Nordfledermaus, Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus und Kleine Hufeisennase. 1998 erfolgte die erfolgreiche Wiedereinführung der Biber durch das Forstamt Prudnik.

Die am gründlichsten untersuchte Tiergruppe sind jedoch Vögel. Erste Beobachtungen wurden nachweislich bereits in der Vorkriegszeit geführt. Aktuell wurden 130 Vogelarten festgestellt. Zu den kostbarsten Arten gehören der Schwarzstorch, der Weißstorch, die Rohrweihe, der Turmfalke, der Baumfalke, der Wachtelkönig, der Kiebitz, der Waldwasserläufer, die Schleiereule, der Uhu, der Steinkauz, der Eisvogel, der Wiedehopf, die Wasseramsel, der Grauspecht, der Mittelspecht und der Schwarzspecht.

Im Parkgebiet werden 16 Amphibienarten unterschieden. Zu den wichtigsten gehören der Feuersalamander, der Teichmolch, der Nördliche Kammmolch, der Bergmolch, der Rotbauchunke, der Gelbbauchunke, die Knoblauchkröte, der Laubfrosch. Die Reptilienwelt wird hier von sechs Arten vertreten: der Blindschleiche, der Zauneidechse, der Waldeidechse, der Ringelnatter, der Schlingnatter und der giftigen Kreuzotter.

In den Parkgewässern werden 16 Fischarten unterschieden. Vier davon: der Schneider, die Bachschmerle, die Ostgroppe und die Westgroppe stehen unter Artenschutz. Deutlich öfter vertreten sind hier die Bachforelle, die Bachforelle, die Äsche, die Elritze, die Bachschmerle und der Flussbarsch.

Schmetterlinge werden dort von mehreren Dutzend Arten vertreten, z.B. von Bläulingen (wie dem Hellen Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling und dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling); vom Großen Wiesenvögelchen; von der Weidenglucke; dem Nachtkerzenschwärmer; von Edelfaltern (wie dem Kleinen Schillerfalter und dem Großen Schillerfalter) und den für das Oppagebirge besonders charakteristischen: dem Weißbindigen Mohrenfalter, dem Großen Eisvogel und dem Braunauge. Im Park sind zudem 206 Spinnenarten vertreten. Darunter befinden sich zwei sehr seltene: die Gemeine Tapezierspinne und die Wespenspinne. In den Gewässern eines Ziegenhalser Stollens entdeckte man Höhlenflohkrebse - Reliktvertreter von Krebstieren.

Generell findet man die kostbarsten Tierarten in den bestehenden und geplanten Naturreservaten, in Wasserläufen, kleinen Gewässern, im Gebiet des Bergwerks „Dewon” und auf dem ehemaligen Armeeschießplatz bei Prudnik.

Umweltschutzformen

Im Gebiet des Oppagebirges wurde eine spezielle Lebensraumschutzzone im Rahmen des Netzwerks Natura 2000 „Oppagebirge” PLH160007, festgelegt. Diese stimmt größtenteils mit dem Gebiet des Landschaftsparks überein.

Im Parkgebiet wurden 1999 vier Naturreservate gegründet.

Das Waldreservat „Cicha Dolina” wurde zwecks Erhalt eines Fragments des Bergmischwalds mit einer abwechslungsreichen Alters- und Artenstruktur und einem gut ausgebildeten Buchenbestand im Alter von 100-150 Jahren gegründet. Es umfasst eine Fläche von 57 ha und befindet sich im Tal des Blaubachs, an den Hängen des Schloss- und Silberbergs. Man findet hier einen Sudetenbuchenwald auf fruchtbarem Boden, einen Bergbuchenwald auf sauren Boden und einen Vorland-Eschenwald. Es gibt hier über 40 geschützte oder bedrohte Pflanzenarten, z.B. den Gelappten Schildfarn, die Quirlblättrige Zahnwurz, den Straußenfarn, den Echten Seidelbast, die Schwarze Tollkirsche oder den Türkenbund. Zudem kommen hier der Feuersalamander, die Wasseramsel, die Gebirgsstelze, der Halsbandschnäpper, der Siebenschläfer und verschiedene Laufkäferarten (der Dunkelblaue Laufkäfer, der Goldglänzende Laufkäfer, der Goldgruben-Laufkäfer, die Goldleiste, der Linnes Laufkäfer).

Das Waldreservat „Las Bukowy” wurde zum Schutz und Erhalt von Baumbeständen mit hohen Natur- und Landschaftsvorzügen gebildet. Es umfasst 21 ha eines etwa 130 Jahre alten Buchenwalds mit einzelnen Fichten-, Tannen- und Lärchenexemplaren. Es ist südlich der Stadt Głuchołazy, an den Hängen des Parkbergs, an der Ziegenhalser Biele, gelegen. Am Rande des Reservats befinden sich zwei Stollen: der Bieler Stollen und der Stollen am Jagdhaus.

Das geologisch-landschaftliche Reservat „Nad Białką” wurde im Mäander des Flusses Ziegenhalser Biele auf einer Fläche von 9 ha gegründet. Es soll dem Schutz und Erhalt landschaftlichen und geologischen Vorzüge des Flussbruchs der Ziegenhalser Biele mit Spuren des Goldabbaus aus dem 12.-13. Jahrhunderts dienen. Man kann dort erhalten Restschächte vom Kies- und Goldtagebau erkennen. Erhalten geblieben sind Zahlreiche Aushübe, Halden und Hochkippen. Das morphologisch differenzierte Gelände wird von einem Fichten-Buchenwald bewachsen.

Das Waldreservat „Olszak” ist ein Komplex mit einer Fläche von 24 ha, der am Birkberg gelegen ist und einen acidophilen Eichenwald und kleine Hangwaldstücke mit dem Langblättrigen Waldvöglein im, Unterholz umfasst. Es wurden hier mehrere Hundert Schmetterlingsarten festgestellt, einschließlich der zu den Eulenfaltern zählenden Zanclognatha zelleralis (an einem der zwei Stände im Land und den einzigen Stand in den Sudeten), des Besenginster-Saumbindenspanners, des Nachtkerzenschwärmers und der zu den Faulholzmotten zählenden Alabonia staintoniella (einziger bekannter Stand in Polen).

Innerhalb der Parkgrenzen befinden sich neun registrierte Denkmäler belebter Natur: Winterlinden, Stieleichen, ein Gewöhnliche Douglasie und eine Silber-Pappel.

Gemäß den Parkschutzplan und dem Schutzaufgabenplan des Gebiets Natura 2000 sind im Parkgelände zwei Naturreservate geplant: das Geologie- und Faunareservat „Gwarkowa Perć”, das einen kleinen Steinbruch mit mehrere Hundert Meter hohen Felswänden und ein ehemaligen Bergstollen am Blaubach umfasst, und das Waldreservat „Dąbrowa”, das einen Waldkomplex zwischen Moszczanka und Charbielin (dt. Ludwigsdorf) mit einem feuchten Hängebirken-Stieleichenwald. Darüber hinaus wurden vier ökologische Nutzflächen, 10 Dokumentationsstandorte, drei Natur- und Landwirtschaftskomplexe und ein Denkmal belebter Natur konzipiert. Davon nennenswert sind: „Karliki” - Hierbei handelt es sich um Steinaufschlüsse am rechten Talufer des Goldbachs zwischen Jarnołtówek und Pokrzywna und kleine Felsen am blauen Wanderweg zwischen Jarnołtówek und Rozdroże Pod Piekiełkiem; „Karolinki” - Dies sind Felsstreifen am Hang des Krzyżówka (dt. Kreuzbergs) und des Birkbergs; „Piekiełko” ist ein alter Phyllitschiefer-Steinbruch am Weg von Jarnołtówek nach Rozdroże pod Piekiełkiem; „Żabie Oczko” werden freigelegte Felsschichten und ein alter Tagebau mit einem 600 m2 großen Teich genannt.

Kulturelle Vorzüge

Hierbei handelt es sich um wichtigere Elemente, die die touristischen Vorzüge des Landschaftsparks „Oppagebirge” bedingen.

Die ältesten menschlichen Spuren im Parkgebiet stammen aus der Steinzeit. Die Intensivierung des Siedlungswesens erfolgte im Mittelalter. Im Parkgebiet sind 18 archäologische Ausgrabungsstätten bekannt, darunter mehrere Burgen (in der Umgebung von Prudnik), Steinwälle und Spuren des Goldabbaus. Dieses Edelmetall wurde vom 13. bis zum 17. Jahrhundert abgebaut und begünstigte die Entstehung und schnelle Entwicklung von Siedlungen, wie z.B. Głuchołazy. Das 17. Jahrhundert brachte die Industrieentwicklung. Es entstanden u.a. Wassermühlen und Papierfabriken (z.B. in Jarnołtówek). Es entwickelte sich die Weberei, die Leingarnproduktion und der Schieferabbau. Im 19. Jahrhundert entstanden viele Fabriken und die Bahnlinie. Dies bedingte eine intensive Tourismusentwicklung. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem Entwicklungsstopp der Grenzregionen. Zurzeit erfolgt eine stufenweise Aktivierung und Popularisierung des Oppagebirges als Tourismusregion. Es werden neue Wander- und Radwege festgelegt, neue Aussichtstürme gebaut. Es entstehen auch neue Herbergen und Hotels.

Głuchołazy: Die erste Erwähnung dieser Ortschaft stammt aus dem 13. Jahrhundert. Über die Jahre wechselte der Stadtname mehrmals. Sehr lange trug der Ort den Namen Ziegenhals, der an eine Legende über die Stadtrettung verbunden war. Die Entstehung der Siedlung war mit dem Goldabbau verbunden. Die Stadt wurde durch Kriege, Brände und Überschwemmungen mehrmals zerstört. Im 16. Jahrhundert erfolgte eine erneute Entwicklung der Goldbergbaus, die der Stadt eine Blütezeit bescherte. Es wurden Schächte und Stollen errichtet, deren Spuren man noch bis heute sehen kann, u.a. der Drei-König-Stollen zwischen Głuchołazy und Zlaté Hory (dt. Zuckmantel). Zu dieser Zeit förderte man hier 250 kg Gold jährlich. Im 19. Jahrhundert entstanden hier u.a. eine Knopf-, Handschuh- und Schuhpasta-Fabrik. Ziegenhalser Erzeugnisse genossen nahezu weltweite Bekanntheit. Es wurde eine Bahnlinie errichtet. Dadurch kamen in die Stadt Touristen und Kurgäste, die von der Schönheit und dem spezifischen Mikroklima des Oppagebirges angelockt wurden. Die Stadt wurde zu einem Kurort. Im Bad Ziegenhals wurden moderne Wasserkuren und Naturheilmethoden angeboten, z.B. Kuren des Pfarrers Sebastian Kneipp, die an die Naturheilmethoden von Vinzenz Prießnitz angelehnt waren. Es entstand das Sanatorium Ferdinandsbad, d.h. das heutige Erholungs- und Rehabilitationszentrum der Caritas „Skowronek”. In der zweiten Hälfte 19. Jahrhundert entstand auf dem Parkberg ein Kreuzweg bestehend aus 16 Kapellen - Stationen. Eine Attraktion für die Touristen wurde der Kurpark mit den Teichen, Lauben und einem ausgebauten Wegenetzwerk. Im Jahr 1908 errichtete man unterhalb des Gipfels die St.- Anna-Kapelle an den Wiszące Skały (dt. Hängenden Felsen). In Głuchołazy lohnt es sich darüber hinaus die barocke St.- Laurentius-Kirche mit einem wunderschönen spätromanischen Portal, den Marktplatz und den Turm des Haupttores aus dem Jahr 1600 zu bewundern.

Podlesie wurde im 14. Jahrhundert als Weiler des tschechischen Orts Ondrejovice angelegt. Dort lohnt es sich die neugotische St.-Georgskirche zu bewundern. An der Straße nach Głuchołazy befindet sich ein ehemaliger Grenzstein des Fürstbistums, den man als Mordstein bezeichnet. Darauf abgebildet wurden ein Kreuz, das Datum 1586 und die Buchstaben AEPSW. Die Legende besagt, dass dort Menschen begraben wurden, die Selbstmord begingen.

Jarnołtówek trat das erste Mal in mittelalterlichen Dokumenten als Arnoldsdorf auf. Etwa um das Jahr 1600 wurde dort ein Wehrhof errichtet. Im 17. Jahrhundert entwickelten sich hier die Weberei, die Leingarn- und Papierproduktion und der Dachschieferabbau. Das 19. Jahrhundert brachte eine Tourismusentwicklung mit sich. Die Hauptattraktionen bildeten hier die Nähe zur Bischofskoppe, der dorthin führende Weg und der malerische Goldbach. Die Gegend wurde als Schlesische Schweiz bezeichnet. Es entstanden dort Bars und Pensionen, mehrere Bäckereien, Schuhmacher- und Friseurbetriebe. Heute lohnt es sich in Jarnołtówek die St.-Bartholomäus-Pfarrkirche zu besuchen, die nach dem Hochwasser im Jahr 1907 wiederaufgebaut wurde und in der man ein Marmortaufbecken aus der Zeit der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert bewundern kann. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert erbauter und von einem Hofpark umgebene Hofkomplex, eine Kapelle am Kindergarten aus dem 19. Jahrhundert, eine Figur des St. Johannes Nepomuk aus dem 19. Jahrhundert, ein höchstwahrscheinlich mittelalterliches Weihwasserbecken am Pfarrhaus mit der St.-Bartholomäus-Fahne, die von einer ehemaligen Kirche übertragen wurde. Im Jahr 1903 wurde Jarnołtówek vom Hochwasser heimgesucht. Dieses brachte viele Schäden. Damals entschloss man sich dazu, am Goldbach einen Staudamm mit einem trockenen Speicherbecken zu bauen. Dieser rettete die Ortschaft und die darunter liegenden Gebiete beim letzten Hochwasser im Jahr 1997. Auf der tschechischen Seite befindet sich auf dem Gipfel der Bischofskoppe, an deren Fuß Jarnołtówek gelegen ist, ein Aussichtsturm, der Ende des 19. Jahrhunderts anlässlich des 50-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph errichtet wurde.

Dębowiec ist ein Dorf zwischen dem Langen Berg und dem Kobelberg. Die Entwicklung der Siedlung ist mit dem Beginn des Grauwacke-Abbaus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Sehenswert ist dort die neugotische Herz-Jesu-Kapelle. An deren Spitze befindet sich ein Dachreiter mit Freiraum für eine Glocke, der durch ein Kreuz abgeschlossen ist. Vor dem Kapelleneingang ist eine Kreuzigungsdarstellung aus dem Jahr 1894 zu sehen. Auf dem nahegelegenen Kobelberg steht ein Granitobelisk zu Ehren von Joseph von Eichendorff.

In Prudnik-Las befindet sich ein malerisch im Wald an den Hängen des Kozia Góra (dt. Ziegenberg) gelegenes Franziskanerkloster. Vom 6. Oktober 1954 bis zum 28. Oktober 1955 wurde dort der Primas von Polen Kardinal Stefan Wyszyński interniert. Es befinden sich dort das St.- Joseph-Sanktuarium, eine aus speziell aus dem Rheinland eingeführten roten Tuffstein gebaute Lourdesgrotte und die 14. Kreuzwegstation (die restlichen Kreuzwegstationen wurden nach dem Krieg zerstört; heute führt ein neuer Kreuzweg mit kleinen Holztafeln durch den Wald).

In Prudnik lohnt es sich das Museum des Neustädter Landes, den Wogenturm, den Ring mit dem Rathaus und barocken Figuren, die barocke St.-Peter-und-Paul-Kirche und die St.-Erzengel-Michael-Kirche.

Der Ort Trzebina (dt. Kunzendorf) ist seit dem 14. Jahrhundert bezeugt. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte es dem Neisser Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Deren Zeichen - das Doppelkreuz - befindet sich auf vielen historischen Objekten in der Ortschaft. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde hier eine Mineralquelle entdeckt und ein Kurort begründet. Bis heute sind nur wenige Spuren davon geblieben, wie z.B. holzverschallte Brunnenschächte im Park. In Trzebina lohnt es sich, eine renovierte Mauer mit einer wunderschönen Attika, eine Figur des St. Johann Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert, eine Kirche mit einem Turm aus dem 15. Jahrhundert und mehrere prachtvolle Kapellen zu besichtigen.

Tourismus

Die überdurchschnittlichen Natur-, Landschafts- und Kulturvorzüge des Oppagebirges stellten die Grundlage für die Tourismusentwicklung dar. Eine besondere Tourismusblütezeit erlebte der Ort im 19. Jahrhundert. Heute wird die Besichtigung des Oppagebirges durch gut gekennzeichnete Touristenwege, Natur- und Bildungswege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erleichtert. Somit können diese sowohl erfahrene Wanderer als auch Familien mit Kleinkindern und Behinderte genutzt werden. Das Netzwerk der gekennzeichneten Tourismuswege gehört zu den dichtesten in den Sudeten.

Der rote Weg ist der längste und älteste Weg. Er führt von Prudnik über die Hänge des Ziegenbergs, des Kobelbergs, über Dębowiec, den Langen Berg, Wieszczyna (dt. Neudeck), den Młyńska Góra (dt. Mühlberg), Pokrzywna, Szyndzielowa Kopa (dt. Schinderberg), Schlossberg, Silberberg, die Bischofskoppe, Jarnołtówek, Skowronków (dt. Lehrenfeld), Podlesie, den Parkberg bis nach Głuchołazy.

Der gelbe Weg auf dem Parkberg ist der Weg der „Goldschürfer”. Er erlaubt es, in der nächsten Umgebung von Głuchołazy Plätze zu besuchen, die mit dem Goldabbau verbunden waren.

Der blaue Weg auf dem Parkberg verläuft von Głuchołazy entlang des Kreuzwegs um die Vorder- Mittelkoppe herum.

Der gelbe Weg auf der Bischofskoppe ist der populärste Zugangsweg zur Berghütte „Pod Kopą Biskupią”. Man kann sich auf diesen sowohl von Pokrzywna als auch von Jarnołtówek begeben.

Der blaue Weg in Pokrzywna und Jarnołtówek ist der „Weg des Goldbach-Durchbruchs”. Er führt entlang der nördlichen und südlichen Talkante. An dem Weg befinden sich mehrere alte Schiefersteinbrüche.

Der gelbe Weg in der Umgebung von Prudnik verläuft von Prudnik über Łąka Prudnicka, Trupina (dt. Trupin), Wieszczyna, Wróblik (dt. Sperlingslehne) nach Trzebina.

Der blaue Weg in der Umgebung von Prudnik ist der „Historische Waldweg der Königlichen Stadt Neustadt OS”. Er führt von Prudnik über den Kapliczna Góra (dt. Kapellenberg), den Kobelberg, Dębowiec, Rozdroże pod Trzebiną, das Sanktuarium in Prudnik Las, Lipy zum Stadtpark in Prudnik.

Der Natur- und Bildungsweg entlang dem Tal des Blaubachs zur Bischofskoppe führt durch das Reservat „Cicha dolina”.

Der Natur- und Bildungsweg von Jarnołtówek über Żabie Oczko, den Birkberg nach Pokrzywna führt an der Nordkante des Goldbachs entlang.

Der Natur- und Bildungsweg von Jarnołtówek „Rozdroże pod Piekiełkiem” ist der kürzeste Parkweg mit einem hohen Schwierigkeitsgrad.

Der Natur- und Bildungsweg über den Parkberg führt durch zwei Naturreservate, die Vorderkoppe zum Kurpark in Głuchołazy.

Bei den Wegen im Las Prudnicki (dt. Neustädter Wald) handelt es sich um zwei Wanderwege, die es erlauben, sich mit den Natur- und Kulturvorzügen des Las Prudnicki vertraut zu machen.

Das Oppagebirge verfügt über ein reiches Übernachtungs- und Gastronomieangebot, das in den letzten Jahren sukzessive erweitert wird. Es entstehen hier neue Berghütten, Hotels, Anglerplätze. Es wurden auch zwei Aussichtstürme (in Wieszczyna und auf dem Ziegenberg) errichtet. Der Landschaftspark „Oppagebirge” ist die schönste, attraktivste und populärste Tourismusregion des Oppelner Landes.

Europejski Fundusz Rolny na rzecz Rozwoju Obszarów Wiejskich: Europa inwestująca w obszary wiejskie.
Strona współfinansowana ze środków Unii Europejskiej w ramach Schematu III Pomocy Technicznej. Programu Rozwoju Obszarów Wiejskich na lata 2007-2013.
Instytucja Zarządzająca PROW na lata 2007-2013: Minister Rolnictwa i Rozwoju Wsi.
Strona opracowana na zlecenie Urzędu Marszałkowskiego Województwa Opolskiego.

 

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